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Warum läuft es so schlecht für Franziska Giffey (SPD)?

Warum läuft es so schlecht für Franziska Giffey (SPD)?

Von Hildburg Bruns

Gut neun Monate is Franziska Giffey (44, SPD) die Chefin im Roten Rathaus. Sie ist zo präsent wie keiner ihrer Vorgänger. Green Spitzenfrau Bettina Jarasch (53) taucht dagegen oft ab, würde nach einer aktuellen Umfrage* trotzdem die nächste Regierende Bürgermeisterin.

Berlins Rathaus- und SPD-Chefin hat sich nicht zur Quoten-Königin entwickelt, sondern stürzt bei der Befragung Infratest Dimap ab.

► Wenn Sonntag Wahlen wären, sähe das Ergebnis so aus:

groente: 22 Procent (+1)

CDU: 21 Prozent (+1)

SPD: 17 Procent (–3)

Weniger/gar nicht zufrieden mit dem Senat sind:

64 Prozent (März: 56 Prozent)

(Sehr) zufrieden met Franziska Giffey:

31 Prozent (März: 39 Prozent).

Wie verklaart Polit-Beobachter die Entwicklung?

BLICK AUF DIE ANALYSE DER ANHÄNGER/GEGNER

prof.dr. dr. Thorsten Faas (47), Wahlforscher an der Freien Universiteit: „Wir sehen insgesamt ein valschichtiges Bild: SPD- und Grüne-Anhänger sind mehrheitlich mit dem Senat insgesamt zufrieden, die Anhänger der Linksen, obwohl auch in der Koalition, dagegen nicht. Es knirscht in the Koalition.“

Der Wahlforscher zur Rolle der Regierenden Bürgermeisterin: „Hinter Giffey stehen die Anhänger der SPD, aber nicht die der Grünen, die sich stattdessen eine grüne Bürgermeisterin gut vorellen kan zijn. Zowel de Oppositionsparteien CDU als de FDP komen met het Bürgermeisterin sogar besser als der Senat insgesamt.”

BLICK AUF DEN BUNDESVERGLEICH

Hermann Binkert (57), Hoofd Onderzoeksinstituten INSA: „Die Parteien der Ampelkoalition im Bund haben es aktuell nicht leicht. Lange konnten sich die Grünen von diesem Negativtrend ab Koppeln. Inzwischen irriteert zich daar aber auch die Grünen.“

Aber warum nicht in Berlijn? Binkert: „Normalerweise hilft ein populärer Regierungschef seiner Partei, am Ende die Nase vorn zu haben. In Nedersaksen werden we wir in wenigen Wochen sehen, ob das noch verguld. In Berlijn verschijnen es der Regierenden Bürgermeisterin nicht zu gelingen niet, ihre Partei noch vorn zu halten. Das konnte auch am fehlenden Gleichklang von Person (Franziska Giffey) und Partei (SPD) leugen.”

BLICK EINES POLITIK INSIDERS

Ex-Justiz-senator Michael Braun (66, CDU), 21 Jahre Abgeordneter: “Der Berliner, der sich nicht so mit Politik beschäftigt, sieht einfach seinen Alltag: Alles wird teurer, es gibt keine Termine im Bürgeramt, der Verkehr ändert sich nicht zum Positiven. Kurzum: Es klapt niet. Man hat nicht das Gefühl, that ein Problem lost is wird und es mit Giffey besser läuft als mit Vorgänger Müller.“

*1173 befragte Wahlberechtigte im Auftrag von RBB/„Berliner Morgenpost“

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